NEU – TAF

TAF   Taijibasiertes Aufbau- und Funktionstraining

Ab Freitag, 08.09.2017 gibt es in der Kung Fu & Taijischule Schwerin diesen neuen Trainingsinhalt

immer 19.00 – 20.00 Uhr.

Meine grundlegenden Erfahrungen aus 15 Jahren Präventionsarbeit für die gesetzlichen Krankenkassen fließen in diese Stunde ein:

Inhaltlich setzen sich die Stunden des TAF aus verschiedenen Bereichen zusammen, die alle dem Verständnis und dem Erleben der eigenen Körpermotorik von nutzen sind.
Grundlegend richten sich meine Schwerpunkte in den TAF Stunden nach der Art der körperlichen Beschäftigung der Teilnehmer. Menschen, die die meiste Zeit während der Arbeit sitzen, werden anders „behandelt“ als Menschen, die körperlicher Arbeit nachgehen.

Aus dem Taijiquan:

strukturelles Arbeiten mit dem Körper im Stehen und Sitzen, sowie sanfte Bewegungen zur Vertiefung und Verbesserung der Körperwahrnehmung. Langsamkeit hat einen meditativen Aspekt und ist der Schlüssel zum „Erleben“ des eigenen Körpers. Eingefahrene Bewegungsmuster werden so bewusster und können verändert werden.
= die Ruhe in der Bewegung

Aus der Rückenschule:

Übungen, die dafür sorgen, das kleine und äußerst wichtige Muskelgruppen der Wirbelsäule und des ganzen Körpers aktiviert und in ihrer Arbeit verbessert werden. Insbesondere für Menschen, die den ganzen Tag sitzen sind „körpergerechte“ Pausen von enormer Bedeutung. Gleichgewicht und Motorik werden herausgefordert.
= Rücken stabil, aufrecht und belastbar. Die geistige Haltung als innere Stütze. Kraft und Beweglichkeit.

Aus der Dehnung:

Nach dem PIR Konzept (post-isometrische Relaxation) kümmern wir uns um die “viel zu kurzen Muskeln” . Flexible Muskeln und bewegliche Faszien sind ein Garant für einen elastischen Körper. Anspannung und Entspannung in einem gesunden Verhältnis zueinander.
= Muskel, Bandstrukturen, Faszien werden wieder geschmeidig. Anspannung und Entspannung.

Aus der Koordination:

Neben oben erwähnten Inhalten: Spaß fürs Gehirn und Auge nach dem Motto: “schon 2 Beine und 2 Arme können einen wahnsinnig machen”. In sich selber ruhen und IN beiden Beinen auf den Füssen und im Leben stehen. Körperliche Grenzen erkennen und bei Bedarf erweitern.
= Körper, Geist und Seele sind eine Einheit oder werden es irgendwann. Sensibilität und Motorik.

Die in dieser Stunde unterrichteten Übungen helfen uns, unsere Körperwahrnehmung deutlich zu verbessern, was den Alltag erleichtert und, nebenbei, bei uns in der Kung Fu & Taiji Schule auch richtig Spaß macht. Das Ziel dieser Übungen, sowohl sich selber fachgerecht und planvoll zu positionieren (Eigenkorrektur) und sich bewusster und gesünder durch den Alltag zu bewegen.

Konkurrenzdenken ist fehl am Platze, jeder wird da abgeholt, wo er oder sie steht und garantiert wird jeder Fortschritte machen.

!! Wir sind zu mehr in der Lage, als wir uns manchmal selbst zutrauen!!

Dann brauchen wir uns auch nicht mehr irgendwelche tollen Tipps anzuhören, da wir bereits wissen, was wir für uns tun können.

 


Der folgende Artikel erschien am 02.09.2017 in STERN-online, der Inhalt spricht für sich:

Ob Kopf, Rücken oder Knie: Chronische Schmerzen beeinträchtigen die Lebensqualität von Millionen Deutschen. Doch es gibt Wege, den Teufelskreis aus Schmerz und Anspannung zu durchbrechen.

Schmerzen sind eigentlich eine sinnvolle Funktion des Körpers: Sie weisen uns auf mögliche Krankheiten oder Verletzungen hin und erfüllen so eine wichtige Warnfunktion. Ist die körperliche Ursache behoben, klingt auch der Schmerz meist wieder ab. Und der Spuk ist vorbei.

Anders sieht das bei wiederkehrenden Schmerzen aus: Halten die Beschwerden für die Dauer von mindestens drei Monaten an und beeinträchtigen sie den Patienten psychisch oder körperlich, sprechen Ärzte vom chronischen Schmerz.

Im Gegensatz zu akuten Schmerzen sind chronische Schmerzen ein eigenständiges Krankheitsbild, sie quälen und zermürben. Und bestehen auch dann noch fort, wenn eine mögliche körperliche Ursache bereits behoben ist. Der Grund: Der Schmerz kann sich in das zentrale Nervensystem regelrecht einbrennen und lässt es überempfindlich werden. Als Folge reagiert der Körper selbst auf harmloseste Reize wie eine Berührung mit einem Schmerzsignal.

Kein Wunder also, dass viele Schmerzkranke Bewegung meiden und den Schongang einlegen. Was auf den ersten Blick wohltuend erscheinen mag, ist eigentlich grundfalsch: Ohne Bewegung verkümmern die Muskeln, der Körper wird steif und träge, was zu Verspannungen führen kann. Und die wiederum verursachen weitere Schmerzen: in Kopf, Gliedern und Rücken. Ein Teufelskreis aus Schmerz, Anspannung und Stress entsteht.

Was aber können Schmerzgeplagte tun, um dieser Entwicklung vorzubeugen? Die Experten der Deutschen Schmerzliga e.V. setzen sich für die Belange von Patienten mit chronischen Schmerzen ein. Auf ihrer Homepage haben sie zehn Tipps zusammengestellt, die Betroffenen dabei helfen können, ihr Leiden zu lindern.

 

Die Tipps der Schmerz-Experten: Kommen Sie in Bewegung!

Sprechen Sie zunächst mit Ihrem Arzt, ob er Empfehlungen hat, die Sie beachten sollten.

Finden Sie eine Bewegungsart, die Ihnen Freude bereitet. Vor allem sanfte Bewegungsarten wie Yoga, Tai Chi oder Qigong erleichtern den Einstieg.

Wenn Sie in einem Fitness-Studio oder in Kursen üben, informieren Sie Ihre Lehrer, wenn sie unter chronischen Schmerzen leiden.

Beginnen Sie langsam, steigern Sie nur allmählich.

Setzen Sie sich realistische Ziele, überfordern Sie sich nicht.

Stellen Sie sich ein individuelles Programm zusammen und sorgen Sie für Abwechslung.

Kombinieren Sie Übungen, welche die Muskulatur dehnen, mit solchen, welche die Muskeln kräftigen. Hinzu kommen sollte noch ein sanftes Ausdauertraining.

Regelmäßigkeit ist wichtiger als Intensität.

Verteilen Sie Ihre Übungen über den Tag. Zweimal 15 Minuten oder dreimal 10 Minuten lassen sich in jeden Tagesablauf einbauen.

Führen Sie ein “Bewegungstagebuch”: Es unterstützt Ihre Motivation.